• versandkostenfrei ab 11 €
  • Kauf auf Rechnung
  • PayPal
  • Amazon Pay
  • Kreditkarte
  • versandkostenfrei ab 11 €
  • Kauf auf Rechnung
  • PayPal
  • Amazon Pay
  • Kreditkarte

Moderne Tasteninstrumente

Gemeinsam ist den Tasteninstrumenten nur die Spieltechnik, ganz unterschiedlich ist hingegen die Art der Klangerzeugung. Angeschlagene Saiten hat das das Klavier, angerissene Saiten das Cembalo. Die Orgel und das Positiv, eine Kleinorgel, gehören von der Klangerzeugung her zu den Blasinstrumenten. Schließlich gehören auch einige elektrische Musikinstrumente wie E-Orgel und E-Piano zu den Tasteninstrumenten. Außerdem muss verwiesen werden auf die Celesta.

Klavier

Das Klavier gibt es in zwei Bauformen: das Pianino ist das Instrument mit senkrecht verlaufenden Saiten, das im allgemeinen als Klavier bezeichnet wird; der Flügel ist die Bauform mit waagrecht verlaufenden Saiten. In den Noten werden beide Instrumentenformen als »Klavier«, »Pianoforte« oder kurz als »Piano« bezeichnet. Das Kleinklavier ist ein etwas niedrigeres Pianino, dessen Saiten kürzer sind als beim normalen Klavier. Im Konzertsaal und bei Aufnahmen wird fast immer ein Flügel gespielt; zum häuslichen Musizieren dient meist das Klavier, da es wesentlich weniger Platz als der Flügel benötigt.

Der Flügel hat - verglichen mit dem Klavier - größere Klangfülle; seine Tonqualität, besonders der ganz tiefen und ganz hohen Töne, ist bedeutend besser. Der Klangunterschied in der mittleren Tonlage ist geringer.

Stutzflügel haben eine Länge bis etwa 180 cm, Salonflügel bis etwa 250 cm und Konzertflügel bis 290 cm. Größere und kleinere Pianinos unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Höhe.

Die Kraftübertragung von der Taste zu dem Hämmerchen, das die Saiten anschlägt, ist die »Mechnik« des Klaviers. Die sinnreiche Erfindung dieser Mechanik hat den Siegeszug des Klaviers im 19. Jahrhundert überhaupt erst ermöglicht und es zu einem der meistgespielten und universellsten Musikinstrumente gemacht. Die Mechaniken von Flügel und Klavier sind im Prinzip gleich konstruiert. Dadurch, dass beim Flügel die Saiten waagrecht verlaufen und die Hämmerchen somit senkrecht anschlagen, kann bei ihm die Schwerkraft einiger Mechanikteile genutzt werden, die beim Klavier durch Federn ersetzt werden muss. Daraus ergeben sich einige qualitative Vorteile der Flügelmechanik.

Durch das Niederdrücken einer Taste wird der zugehörige Hammer zur Saite hin bewegt. Je schneller, das heißt kräftiger die Taste gedrückt wird, um so größer ist die Geschwindigkeit des Hammers beim Auftreffen auf die Saite. Die letzten Millimeter seines Weges fliegt der Hammer allein; er wird nicht mehr durch den Tastendruck beschleunigt, da zwischen Taste und Hammer kein Kontakt mehr besteht. Durch den Anschlag kann also nur die Hammergeschwindigkeit beim Auftreffen auf die Saite und damit die Lautstärke beeinflusst weerden. Spricht man von »weichem« oder »hartem« Anschlag, bezieht sich das nur auf die Lautstärke. »Weicher« und »harter« Anschlag wird dennoch vielfach so verstanden, als ob er mit der Lautstärke nichts oder nur wenig zu tun hätte. Dann meint man meist die Art und Weise, wie die Töne aufeinanderfolgen, ob ein Ton in den nächsten hineinklingt, ob der nächste Ton genau anschließt oder ob eine kleine Pause dazwischen liegt.

Wird die Taste losgelassen, dann dämpft ein Filzdämpfer die Saite ab. Der Pianist kann das verhindern, indem er auf das rechte der Padale oder - wenn dies vorhanden - auf das mittlere sogenannte Tonhaltepedal tritt. Das mittlere Pedal entdämpft dann nur die gerade gedrückten Tasten. Das rechte Pedal entdämpft dagegen alle Saiten, die können nun ein wenig mitklingen, auch wenn die zugehörige Taste nicht angeschlagen wurde.

Die Funktion des linken Pedals ist bei Klavier und Flügel verschieden: Beim Klavier werden durch das Niederdrücken des Pedals alle Hämmerchen den Saiten nähergebracht, so dass ihre Geschwindigkeit und damit die Lautstärke geäßigt wird. Beim Flügel dagegen verschiebt sich die gesamte Mechanik einschließlich der Tasten bei der Betätigung des linken Pedals ein wenig nach rechts. Dabei treffen die Hämmerchen nur noch zwei Saiten; die Klangfarbe wird etwas weicher. Jeder Taste sind nämlich mit Ausnahme der Basslage drei Saiten zugeordnet, die dicht nebeneinander laufen und gleich gestimmt sind.

Die Kraft, die die gespannten Saiten auf das Instrument ausüben, kann von einer reinen Holzkonstruktion nicht mehr aufgefangen werden. Wegen der Erhaltung der Stimmung des Instruments muss eine sehr hohe Formstabilität gewährleistet sein. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sorgt hierfür ein gusseisener Rahmen.

E-Piano

Cembalo

Harmonikainstrumente

Orgel

E-Orgel

Synthesizer